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Die Plattform „Alphabay“ ist nun schon bereits seit etwa zwei Jahren stillgelegt. Dennoch beschäftigen weiterhin dutzende Straffälle, die im Zusammenhang mit „Alphabay“ stehen, die Justiz. Alternativ gibt es weitere Märkte, wie zum Beispiel „Dream Market“, die aktuell weiter genutzt werden. Was zuvor juristisch für „Alphabay“ galt, hat selbstverständlich weiterhin Relevanz für die Alternativangebote. In einem aktuellen Fall geht es um einen Nutzer der Plattform „Alphabay“, der nicht nur wegen eigener Bestellungen von Betäubungsmitteln angeklagt wird, sondern zusätzlich wegen Beihilfe Handlungen.

Muss man sich fremdes Verhalten zurechnen lassen?

Beiheilfe bei Drogen im Darknet

Der Betroffene Nutzer soll regelmäßiger Käufer auf „Alphabay“ gewesen sein. Er soll für den Eigenkonsum gekauft haben und mit dem Verkäufer, der sich hinter einem kryptischen Nicknamen versteckte, sehr zufrieden gewesen sein. Wenn man im normalen Leben außerhalb des Darknets mit einer Ware oder einem Händler sehr zufrieden ist, ist es nicht selten, dass man seine Freunde und Bekannte an den guten Erfahrungen teilhaben lassen möchte. So solle es auch in diesem Fall gewesen sein. Der Betroffene Nutzer soll den Händler seines Vertrauens zwei seiner Bekannten empfohlen haben. Aber nicht nur das. Da der Umgang mit dem Darknet nicht jedem geläufig ist, soll der Betroffene als erfahrener Nutzer seinen zwei Bekannten gefälschte Ausweise beschafft, Post-Konten eröffnet und mit den gefälschten Ausweisen ein Postidentverfahren durchgeführt haben.

Nun sollen beide Bekannten bei besagtem Händler bestellt haben. Dies jedoch nicht, wie der betroffene Nutzer zum Eigenkonsum, sondern um mit den erworbenen Betäubungsmitteln Handel zu treiben. Der Einkauf soll im weiteren Verlauf die Schwelle zur nichtgeringen Menge überschritten haben, womit nun der Vorwurf eines Verbrechens im Raum steht.

Demnach soll hier der Betroffene -von der Urkundenfälschung hinsichtlich der Ausweise einmal abgesehen- für die Taten seiner beiden Bekannten mitbestraft werden. Dies ist grundsätzlich im Wege der Beihilfe nach § 27 StGB möglich. Danach kann eine fremde Haupttat demjenigen zugerechnet werden, der sie fördert, dem Täter also Hilfe leistet. Bekannt ist die psychische Beihilfe, also beispielsweise eine Bestärkung des Tatentschlusses, und die physische Beihilfe, die in diesem Fall am ehesten mit dem Bestellen der Personalausweise und dem Erstellen der Postfächer angenommen werden kann.

Nun ist natürlich die Frage, ob ich im Weiteren für alles bestraft werden kann, was der Haupttäter ohne mein Wissen im weiteren Tatverlauf macht. Angenommen, der Betroffene dachte, dass die Bekannten ebenfalls nur zum Eigenkonsum geringe Mengen bei dem Händler kaufen würden oder vielleicht sogar gar keine strafbewährten Dinge bestellen wollten. Die Anforderungen für die subjektive Zurechnung im Rahmen der Beihilfe ist grundsätzlich geringer als etwa bei der Anstiftung, da der Gehilfe lediglich eine bereits ablaufende Tat unterstützen muss, der Anstifter jedoch Tatvorsatz erst hervorruft. Letztlich wird es jedoch eine Einzelfallentscheidung bleiben, bei der die genaue und vor allem aufwendige Wertung der Akte zum Ergebnis führen wird.

Unbedingt auf erfahrenen Anwalt vertrauen!

Kommt es wie in Fällen wie diesem auf die genaue Arbeitsweise an, sollte nur ein Anwalt mandatiert werden, der regelmäßig mit Darknet Fällen zu tun hat. Durch seine Spezialisierung auf Darknet-Fälle scheucht Rechtanwalt Dr. Matthias Brauer nicht vor den Anforderungen eines solchen Falles zurück und ist somit der richtige Ansprechpartner für Sie.

Beihilfe bei Bestellungen von BtM im Darknet? Zuletzt aktualisiert: 22.07.2019 von Darknet Anwalt
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