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In Berlin haben Zollbeamte eine Liste von Kunden eines großen Drogenhändlers im Darknet knacken können. Internetspezialisten des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg ist es gelungen, die Kundenkette offen zu legen und die Ermittlungen abgeschlossen der Staatsanwaltschaft zu überreichen, welche nun die Anklagen vorbereiten. Es sollen sich dabei um die gesicherten Daten von 1500 Kunden, die in einem Drogen-Versand bestellt hatten, handeln. Ein Großteil der Kunden soll aus Berlin und Brandenburg stammen.

Die genaue Vorgehensweise der Ermittler ist unbekannt, nähere Angaben werden bisher aus ermittlungstaktischen Gründen verweigert. Die Fahnder und Digital-Forensiker des Zollfahndungsamtes verfügen mittlerweile über eine eigene Etage im Hauptquartier der Zollfahndung am Platz der Luftbrücke, die Büros sollen mit der modernsten Technik ausgerüstet sein. „Unsere Aufgabe ist es, Daten beweiskräftig zu sichern und so darzustellen, dass die Ermittler damit arbeiten können“, beschrieb ein Beamter gegenüber der Berliner Morgenpost seine Arbeit.

Berlin auf Zehn-Jahres-Hoch im Rauschgiftbereich

Darknet Drogenring aus Berlin ausgehobenIm Bereich der Rauschgiftdelikte befindet sich Berlin derzeit auf einem Höchststand innerhalb von 10 Jahren. Im vergangenen Jahr wurden 16.077 Rauschgiftdelikte erfasste, zehn Jahre vorher waren es noch 11.631. Es ist zu vermuten, dass auch damit die Aufrüstung der digitalen Ermittler zusammenhängt, da sich mittlerweile ein nicht unerheblicher Teil des Drogengeschäfts ins Darknet verlagert hat. Berlin hat eine von acht gemeinsamen Ermittlungsgruppen von Polizei und Zollfahndung.

Wie die Ermittlungsgruppe vorgegangen ist, ob – wie üblich in solchen Fällen – Fehler im „echten Leben“ den Tätern zum Verhängnis wurden, oder ob den Ermittlern eine digitale Vorgehensweise gelungen ist, ist noch unklar. Vermutlich ist den Behörden geglückt, eine Drogenlieferung abzufangen und danach den Weg zur Quelle zurückzuverfolgen. Der Fall reiht sich aber in eine Kette der verstärkten Bekämpfung des Darknet-Handels ein.

Was auf die Kunden zukommen kann

Etwa 1500 Kunden dürften demnächst Post von der Staatsanwaltschaft erhalten. Betroffene sollten umgehend einen Anwalt kontaktieren, der für sie Akteneinsicht beantragen und den weiteren Verkehr mit den staatlichen Stellen übernehmen kann. In solchen Fällen ist die Beweislage bekanntermaßen meist dünn, stets ist der Einzelfall entscheidend. Dr. Matthias Brauer ist Ihr Spezialist, wenn es um Strafverteidung bei Vergehen im Darknet geht.

Berliner Drogenring im Darknet durch Zollfahnder ausgehoben Zuletzt aktualisiert: 05.10.2018 von Darknet-Anwalt
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