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Darknet Drogenhändler in Wien verhaftetDer Handel mit Drogen hat sich bereits vor der Nutzung des Darknets internationalisiert. Mit der zunehmenden Verbreitung von entsprechenden Darknet-Märkten hat diese Entwicklung aber noch größere Ausmaße angenommen.

Quasi weltweit können Kunden bei den entsprechenden Händlern ihre Ware ordern, die teilweise, wie im Fall Shiny Flakes, aus dem elterlichen Kinderzimmer heraus versandt wurde. Zwei dieser Händler konnten nun auch in Wien festgenommen werden, sie gelten als Hintermänner der örtlichen Drogenszene.

Drogen per Post nach Österreich über Darknet

Die beiden Männer sollen im Darknet Drogen bestellt haben, die sie sich per Post nach Österreich haben senden lassen. Dort verkauften sie die Ware an neue Unterhändler. Bei der Hausdurchsuchung konnten Drogen im Wert von rund 17.000 € sowie etwa 5.000 € Bargeld sichergestellt werden.

Abgefangene Postsendungen mit Betäubungsmitteln führten zu den Tätern

Aufgeflogen ist das Duo, als in Deutschland eine Postsendung mit mehr als 500 Gramm Speed sichergestellt wurde. Bestimmungsort der Drogenlieferung: Wien. Abgewickelt wurde die Bestellung über den Darknet-Markt „Dream Market“.

Die beiden Drogenhändler sollen sich auf Speed spezialisiert haben und in den vergangenen zwei Jahren gewerbsmäßigen Drogenhandel betrieben haben. Es folgte die Observierung und schließlich die Festnahme der 34- und 44-jährigen Männer.

Neben den aufgefundenen Drogen konnten auch eindeutige Spuren zu den Online-Tätigkeiten der Männer sichergestellten werden. Auch drei weitere Männer, die die Drogen auf der Straße weiterverkauften, konnten ermittelt und angezeigt werden.

Den Darknet-Kunden droht ebenfalls ein Strafverfahren

Ob ein Re-Import der Betäubungsmittel nach Deutschland stattgefunden hat, ist bislang nicht bekannt. Sollten die Händler jedoch auch an deutsche Kunden über „Dream Market“ verkauft haben, so droht den Kunden regelmäßig die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und in der Regel eine Vorladung zur polizeilichen Vernehmung.

 

Darknet-Händler in Wien verhaftet Zuletzt aktualisiert: 05.10.2018 von Darknet-Anwalt
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