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Darknet Gerichtsprozess in BerlinDiese Woche hat vor dem Berliner Landgericht ein Prozess gegen zwei Männer und eine Frau wegen groß angelegten Drogenhandels im Darknet begonnen. Dem 43-jährigen Hauptangeklagten soll in den Jahren 2012 und 2013 für rund 640.000 Euro Rauschgift zum Schwarzmarktpreis verkauft haben.

Darunter sollen sich neben Cannabis und Kokain auch synthetische Drogen befunden haben, die er per Post direkt aus Berlin an seine Kunden schickte. Einem der Nebenangeklagten wird vorgeworfen, für den Hauptangeklagten rund 109.000 Euro verwahrt zu haben. Bei den Durchsuchungen konnten damals 64 Bitcoins sichergestellt werden, mit denen die Geschäfte abgewickelt wurden.

Kuriose Wertsteigerung bei Drogenerlösen durch Bitcoin Boom

Dies führte nun auch zu einem kuriosen Nebeneffekt: Der Wert der Internetwährung betrug zum Zeitpunkt der Festnahme 76.000 Euro, durch die Kursexplosion sind diese nun allerdings 850.000 Euro wert. Die Angeklagten haben sich bereits damit einverstanden erklärt, die Bitcoins der Justiz zu überlassen. Was diese mit dem unvermuteten Gewinn anfängt, ist noch nicht entschieden.

Macht das Gericht einen Deal mit den Darknet-Drogenhändlern?

Unklar ist auch noch, ob es vor Gericht nicht möglicherweise noch zu einer Verständigung kommt: Der Richter stellte dem Hauptangeklagten bei einem Geständnis eine maximale Haftdauer von sieben Jahren in Aussicht.

Darknet-Prozess in Berlin startet Zuletzt aktualisiert: 08.06.2018 von Darknet-Anwalt
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