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Festnahme von Darknet Größe Im Juni 2017 gelang den Behörden ein Schlag gegen eine Darknet Größe in Karlsruhe bei dem ein mutmaßlicher Administrator mit dem Pseudonym „Lucky“ vom BKA festgenommen wurde. Der 30 jährige Beschuldigte soll seit dem Jahre 2013 alleiniger Administrator einer Webseite im Darknet gewesen sein. Über diese hat der Betreiber der Webseite eine Vielzahl von illegalen Geschäften mit Drogen und Waffen abgewickelt. Laut Auskunft der zuständigen Ermittlungsbehörden wurde über die Webseite von „Lucky“ auch die für den Amoklauf von München benutzte Waffe geordert.

Eine der ersten Zugriffe auf eine Darknet-Größe

Am Donnerstag des 12. Juni wurde der 30-jährige Karlsruher von Einsatzkräften der Bundespolizei und des BKA in seiner Wohnung festgenommen. Das erste Mal gelang es den deutschen Ermittlern eine solche Darknet Größe festzunehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Ermittlungsbehörden kaum einen Zugriff auf das legale Tor Netzwerk, indem das Darknet betrieben wird, gefunden. Da das Netzwerk auch von Oppositionellen oder Verfolgten genutzt wird um anonym Kontakt miteinander aufzunehmen. Das Tor Netzwerk hat eine so hohe Verschlüsselungsqualität, dass die Behörden kaum Möglichkeiten Haben die Daten zu dekodieren. Bei den beiden hessischen Staatsanwälten Andreas May und Georg Ungefunk die sich in den Räumen des Amtsgerichts Gießen befinden laufen alle Fäden zusammen. Sie gehören zur Zentralstelle Internetkriminalität (ZIT) des Landes Hessen und waren die zuständigen Ermittler im Fall des mutmaßlichen Administrators der Webseite mit dem Pseudonym „Lucky“.

Laut Staatsanwalt Andraes May hat man von der technischen Seite keine Möglichkeit illegale Geschäfte durch die deutsche Justiz zu beweisen, da die technischen Mittel der deutschen Behörden im Gegensatz zu den Möglichkeiten von US amerikanischen Ermittlungsmethoden sehr eingeschränkt sind. Die US amerikanische Justiz verfügt über Alternativlösungen, wie beispielsweise sich in Verdachtsfällen bei illegalen Machenschaften in das Netzwerk zu hacken, die den deutschen Ermittlern nicht zur Verfügung stehen.

Verschlüsselung auch in diesem Fall nicht geknackt!

Auch in dem Fall des Webseiten Administrators „Lucky“ bestand keine Möglichkeit für die Behörden die Verschlüsselung zu dekodieren. Laut Staatsanwalt Georg Ungefuk bewies als alleiniger Administrator seiner Webseite ein hohes technisches know how auf dem Gebiet der IT.

Die Ermittler von der Zentralstelle Internetkriminalität (ZIT) begannen ungefähr im Jahr 2014 damit im illegalen Bereich des Darknets umzuschauen und Waffen und Drogen zum Schein zu kaufen. Viele Verkäufer die mit illegalen Waren handelten waren unvorsichtig und hinterließen Spuren. Sie hinterließen Fingerabdrücke auf den Postsendungen oder trafen sich persönlich mit den Ermittlern. Die überführten Täter boten sich den Behörden als verdeckte Ermittler an um weitere aktive  kriminelle Vorgänge aufzudecken.

Bei dem Beschuldigten „Lucky“ wurden einige  Computer und geringe Drogenmengen gefunden. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass der Verdächtige als Treuhänder im Darknet fungierte. Dieser verwaltet treuhänderisch das überwiesene Geld in Form von bitcoins und sobald ihm mitgeteilt wird das die Ware eingetroffen ist, wird der von ihm treuhänderisch verwaltete Betrag an den Lieferanten weitergeleitet. Hierfür erhält der Treuhänder vom Auftraggeber eine Art Provision.

Der Server für die von „Lucky“ mutmaßlich betriebene Plattform „Deutschland im Deep Web“ in Karlsruhe wurde von den Ermittlungsbehörden sichergestellt. Somit wurde der Waffenhandel und der „Mr Snickers Haschladen“ beendet und die Webseite im Darknet vom BKA blockiert.

Festnahme von Darknet Größe „Lucky“ Zuletzt aktualisiert: 12.03.2019 von Darknet Anwalt
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