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German ShopDie Razzien und damit einhergehenden Schließungen nahezu aller großen und internationalen Darknet-Drogenmärkte lockt immer wieder Nachahmer dazu an, selbst den vermeintlichen Weg zum schnellen Geld zu beschreiten.

So auch der „German Shop“, der über mehrere Jahre kiloweise Amphetamin über das Darknet verkauft haben soll. Bei dem Einsatz des Sondereinsatzkommandos der Polizei am 31. Mai 2017 wurden fünf Personen als mutmaßliche Betreiber verhaftet, dabei sollen laut Polizeierklärung auch mehrere Kilogramm Amphetamin sowie die in der Wohnung befindliche Computer-Hardware beschlagnahmt worden sein.

Ermittlungen gegen Darnet-Shop zog sich über mehrere Jahre

Vor den Durchsuchungen der in Aachen gelegenen Wohnungen lagen mehrere Jahre Ermittlungsarbeit. 2014 sollen bereits Europol und das Bundeskriminalamt mit dem Fall begonnen haben, später übernahm die Aachener Kriminalpolizei den Fall. Seit Herbst 2015 soll die Gruppe mindestens 160.000 Euro mit mindestens 20 Kilogramm Amphetamin umgesetzt über das Darknet haben, möglicherweise noch mehr.

Den Beschuldigten wird „gemeinschaftliches bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln“ (§30a BtMG) vorgeworfen. Bereits 2015 flogen zwei der Täter mit einer „Küche“ für synthetische Drogen auf, dadurch schienen sie sich aber nicht von ihrer weiteren Tätigkeit abhalten zu lassen.

Zahlungsabwicklung über Bitcoin

Bezahlt wurde, wie üblich, mit der Kryptowährung Bitcoin, 750 Bitcoins sollen die Angeklagten durch ihren Darknet-Handel eingenommen haben. Bei der Verhaftung waren diese etwa 300.000 Euro wert, mittlerweile beträgt ihr Wert etwa sechs Millionen Euro.

German Shop Prozess vor dem Landgericht Aachen

Prozessbeginn war der 6. Februar dieses Jahres, also neun Monate nach den Festnahmen. Für den Prozess vor dem Aachener Landgericht sind etliche Verhandlungstage angesetzt, die Anklageschrift bezieht sich auf den Zeitraum vom 20. September 2015 bis zum 31. Mai 2017. Es bleibt abzuwarten, welche Beweise konkret vorgelegt werden können und wie das Strafmaß ausfallen wird.

Mutmaßlich erwarten die Angeklagten bei einer Verurteilung lange Haftstrafen, insbesondere unter dem Aspekt, dass die Justiz in den vergangenen Jahren besonders harte Urteile gegen Darknet-Händler verhängt hat und dass der §30a BtMG eine Freiheitsstrafe von mindestens 5 Jahren vorsieht.

Der „German Shop“ – Ein deutscher Drogenmarkt im Darknet Zuletzt aktualisiert: 05.10.2018 von Darknet-Anwalt
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