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Das Darknet, der verborgene Teil des World Wide Web, bietet nicht nur für die Händler von Betäubungsmitteln und von gestohlenen Daten einen attraktiven Umschlagplatz, sondern auch für die Verbreiter kinderpornographischen Materials wie Photographien oder Videos.

Kinderporno-Ring zerschlagen

Das Darknet und KinderpornographieDoch die Zeit der absoluten Anonymität ist mittlerweile auch im Darknet vorbei. In letzter Zeit vermehrt gelingt es den Ermittlungsbehörden, solche Seiten abzuschalten, vom Netz zu nehmen und die dahinterstehenden Personen festzunehmen.

Der Fall „Elysium“ gilt in Deutschland als einer der größten in diesem Bereich. Nun war es den deutschen Behörden unter Leitung der Polizei und Staatsanwaltschaft Hannover möglich eine weitere Seite mit , laut Presseangaben, Zehntausenden Nutzern vom Netz zu nehmen.

Festnahmen in Baden-Württemberg und Hessen

Ein 50-jähriger aus dem Bundesland Baden-Württemberg soll nicht nur der Hauptbetreiber der Seite gewesen sein, sondern sogar auch selbst kinderpornographisches Material verbreitet haben. Neben ihm sieht sich ein 45-jähriger Hesse ebenfalls mit einem Verfahren konfrontiert, dieser soll als technischer Betreiber der Seite tätig gewesen sein.

Auf beide können empfindliche Haftstrafen im Falle einer Verurteilung zukommen. Für den 50-Jährigen aus Albstadt bei Tübingen beginnt zudem bereits am 30. April der Prozess.

Kein neues Phänomen

Dass das Internet zur Verbreitung kinderpornographischen Materials genutzt wird, ist kein neues Phänomen. Auch die Nutzung des Darknets für solche Zwecke ist seit Jahren bekannt. Es existieren leider zahlreiche Foren, in welchen sich Pädophile zum Tausch ihres Materials treffen oder gar über mögliche eigene Erfahrung in diesem Bereich austauschen.

Dennoch stehen die Ermittlungsbehörden immer wieder vor Problemen bei der Bekämpfung dieses Themenkomplexes, sowohl technischer als auch polizeirechtlicher Natur. (Hier auf den Artikel bzgl. Bayern verweisen).

So ist es den Polizeikräften derzeit noch verboten, zur Unterstützung ihrer Ermittlungen selbst (gefälschtes) pornographisches Material einzusetzten, um Pädophile mit solchen Bildern oder Videos zu ködern. Dennoch gelingt es ihnen zunehmend, solche Seiten abzuschalten und die Täter zu ermitteln.

Kinderpornographie im Darknet Zuletzt aktualisiert: 05.10.2018 von Darknet-Anwalt
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