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Mitte des Monats Dezember 2017 gab es Razzien bei Internet-Drogen-Shops. 139 Polizisten durchsuchten Zwölf Objekte von zehn Beschuldigten. Die Durchsuchungen fanden zeitgleich in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen statt, vier Männer wurden festgenommen und neben hohen Mengen verbotener psychoaktiver Substanzen, Bargeld und Bankkonten auch Computer und Mobiltelefone beschlagnahmt. Die vier Festgenommenen im Alter 29, 39, 48 und 58 Jahren sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Internet Drogenhandel – Drogenversand per Post

Die Männer sollen Drogen im großen Stil über das Internet vertrieben haben, teilweise mehr als 100 Päckchen und Pakete sollen am Tag verschickt worden sein. Dabei soll es sich hauptsächlich um Designer-Drogen, vertrieben als „Kräutermischungen“, „Badesalze“, „Liquids“ oder „Pflanzendünger“, handeln. Sie sollen ihre Drogen mittels 13 verschiedener Online-Shops vertrieben haben.

Razzien bei Internet-Drogen-Shops

Verstoß gegen das BtMG im Internet

Bei der Durchsuchung eines Objekts in Nordrhein-Westfalen wurden ca. 50 Umzugskartons mit fast 30.000 zum Abverkauf vorbereiteter Verpackungseinheiten mit jeweils mehreren Gramm „Kräutermischungen“ sichergestellt werden. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert noch an. Gegen die Männer läuft nun ein Verfahren wegen des Verdachts des bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln.

Auswirkungen auf Kunden, die im Internet Drogen bestellt haben?

Von Folgen für die Kunden dieser illegalen Online-Versände ist bislang noch nichts bekannt, auch über die Auswertung der Daten auf den beschlagnahmten elektronischen Geräten liegen noch keine Erkenntnisse vor. Auch ist noch unbekannt, ob die Daten unverschlüsselt sichergestellt werden konnten. Aufgrund der Menge der Daten und des Aufwands, die die Auswertung bei einem solchen Verfahren mit sich bringt, ist es wahrscheinlich, dass Kunden der Internet-Drogenmärkte erst nach Monaten oder gar Jahren eine Vorladung oder auch Strafbefehl zugestellt bekommen.

Kunden sollten sich lieber schnell rechtliche Beratung holen

Wer aufgrund eines solchen Verfahrens ein Schreiben als Beschuldigter oder auch Zeuge erhält, sollte vor weiteren Schritten eine anwaltliche Beratung einholen. Der juristische Laie und auch der Unschuldige liefern oft durch ein fehlerhaftes Verhalten selber den Grund für ihre Verurteilung, obwohl teilweise sonst keine ausreichende Beweislage für eine Verurteilung vorliegt.

Razzien bei Internet-Drogen-Shops Zuletzt aktualisiert: 08.06.2018 von Darknet-Anwalt
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