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Silk Road, zu deutsch Seidenstraße, galt lange Zeit als führender Umschlagplatz für Drogen und kriminelle Dienstleistungen im Darknet. Der Aufbau und die Technik der Seite dienten genauso wie das Verfahren der Ermittler und der Justiz als Blaupause für die meisten der folgenden Fälle. Als virtuell betriebener Schwarzmarkt mit der Orientierung an gängigen Internetportalen wie Amazon oder eBay startete Silk Road im Jahr 2011.

Zugänglich war die Seite nur über die Nutzung des Anonymisierungsnetzwerks Tor. Der interne Verkehr – auch von Kunden zu Händlern – funktionierte über Verschlüsselungsdienste wie Pretty Good Privacy (PGP) und der Zahlungsverkehr wurde über die Kryptowährung Bitcoin abgewickelt. Dieser Aufbau ist nach wie vor der gängigste unter solchen Darknet-Marktplätzen und stellt die Behörden immer noch vor Probleme.

Silk Road, zu deutsch Seidenstraße, galt lange Zeit als führender Umschlagplatz für Drogen und kriminelle Dienstleistungen im Darknet. Der Aufbau und die Technik der Seite dienten genauso wie das Verfahren der Ermittler und der Justiz als Blaupause für die meisten der folgenden Fälle. Als virtuell betriebener Schwarzmarkt mit der Orientierung an gängigen Internetportalen wie Amazon oder eBay startete Silk Road im Jahr 2011.

Zugänglich war die Seite nur über die Nutzung des Anonymisierungsnetzwerks Tor. Der interne Verkehr – auch von Kunden zu Händlern – funktionierte über Verschlüsselungsdienste wie Pretty Good Privacy (PGP) und der Zahlungsverkehr wurde über die Kryptowährung Bitcoin abgewickelt. Dieser Aufbau ist nach wie vor der gängigste unter solchen Darknet-Marktplätzen und stellt die Behörden immer noch vor Probleme.

Silk Road – Der größte Markt im Darknet

Relativ schnell konnte sich Silk Road zum größten Darknet-Schwarzmarkt weltweit entwickeln. Innerhalb von zwei einhalb Jahren konnte über Silk Road ein Umsatz von geschätzten 1,2 Milliarden US-Dollar erzielt werden. Die Betreiber der Silk Road sollen dabei selbst bis zu 80 Millionen US-Dollar verdient haben.

Ermittlungen und Verhaftung bei Silk Road Betreibern

Schon bald war Schluß mit Silk Road. Nach den erwähnten 2 1/2 Jahren wurde führenden Betreiber von Silk Road Ross Ulbricht (Pseudonym: Dread Pirate Roberts) verhaftet. Wie genau die Ermittler Ulbricht auf die Spur kamen, ist nach wie vor nicht ganz geklärt. Zwar scheint er sich, was die eigene Sicherheit angeht, leichtsinnig verhalten zu haben (beispielsweise die Verbindung seiner Profile in sozialen Netzwerken mit der gleichen E-Mail-Adresse, die er für Silk Road nutzte), aber verschiedene Experten bezweifeln, dass sich das FBI bei der Beweismittelbeschaffung auf die gesetzlich zulässigen Ermittlungsmethoden beschränkt hat.

Weitere Schließungen und Verhaftungen im Darknet

Silk Road

Schon kurze Zeit nach der Zerschlagung von Silk Road wurden auch weitere Darknet-Märkte zerschlagen, darunter Silk Road 2.0, was in der Szene zu Zweifeln an der Sicherheit des Tor-Netzwerkes führte. Silk Road 2.0 wurde dabei durch eine gemeinsame internationale Operation des FBI und Europol abgeschaltet, was der Beginn für die zunehmenden internationalen Kooperationen bei der Bekämpfung von Darknet-Kriminalität war.

Ulbricht wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Möglichkeit zur Bewährung verurteilt. Ermittlungen gab es gegen Großhändler auch in diversen anderen Ländern wie Schweden oder England.

Verhaftungen wegen Silk Road auch in Deutschland

In Deutschland ist im Zusammenhang mit Silk Road nur die Festnahme des damals 24-Jährigen Sascha F. und seiner Mittäter eines auf Silk Road operierenden Drogenrings bekannt. Neben Sascha F., der unter den Pseudonymen „Capo Nr.1“ oder „Pfandleiher“ auftrat, wurden noch zwei weiterer Männer und einer Frau aus Berlin, Brandenburg an der Havel und Deggendorf verhaftet.

Dabei wurden mindestens 18 kg Amphetamin, Immobilien, Autos, Konten und Bargeld beschlagnahmt. Es soll laut dem Landeskriminalamt Bayern europaweit der erste Fall gewesen sein, bei dem man einen Händler aufgrund von Recherchen im Darknet festsetzten konnte.

Konsequenzen für die Kunden und Besteller von Silkroad

Im Zuge der Ermittlungen wurde sich zunächst auf die Betreiber der Silk Road und verschiedene Großhändler konzentriert. Nach Auswertung dieser Daten ist es aber wie in allen anderen Fällen auch so, dass es auch zu Konsequenzen für die Konsumenten kommen kann, etwa wenn unverschlüsselte Kundenlisten gefunden werden. So kann es auch zu Kosequenzen für Besteller, die mit Silk Road gegen das BtMG oder Waffengesetz verstoßen haben, kommen

Da auf Silk Road, genauso wie generell im Darknet, auch gestohlene Identitäten gehandelt wurde, sind sogar rechtliche Folgen für Unbeteiligte möglich.

Diese können den Betroffenen aufgrund des enormen Auswertungsaufwands selbst nach Jahren noch treffen. Wer wegen einer Betäubungsmittelbestellung im Darknet oder anderer vermeintlich illegaler Aktivitäten auf einem Darknet-Schwarzmarkt eine Vorladung erhält, sollte frühzeitig eine anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen.

Der Fall Silk Road Zuletzt aktualisiert: 08.06.2018 von Darknet-Anwalt
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