Handel mit Betäubungsmitteln ist immer noch die Nummer 1 der Straftaten, die im Darknet begangen werden, aber was kann passieren wenn man Drogen im Darknet bestellt und welche Strafen können den Kunden bei einem Vorwurf wie Verstoß gegen das BtMG im Darknet erwarten?

Wo können im Darknet Drogen bestellt werden?

Viele Märkte im Darknet, wo Drogen bestellt werden können, haben keine hohe Lebensdauer, da nicht nur deutsche Ermittlungsbehörden, sondern auch das FBI, die amerikanische Drogenbehörde DEA und andere internationale Polizei- und Ermittlungseinheiten ein hohes Interesse daran haben, den Handel Betäubungsmitteln, Waffen und sonstigen Waren und Dienstleistungen im Darknet zu unterbinden.

So ist es in der Vergangenheit gelungen, folgende Plattformen und Händler abzuschalten:

Natürlich erweitert sich die Liste ständig. Und so schnell wie Drogenmärkte im Darknet verschwinden, treten neue Marktplätze an ihre Stelle. Hier finden Sie den Wikipedia Eintrag zu Darknet-Markets.

Kann man wegen Drogen Bestellen im Darknet eine Strafanzeige erhalten?

Drogen im Darknet bestelltGrundsätzlich ist es selbstverständlich möglich, dass eine dritte Person bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet, wenn sie davon erfahren hat, dass Betäubungsmittel in Darknet bestellt wurden.

Eine Strafanzeige kann jede Person erstatten, die von dem Verdacht einer Straftat Kenntnis erhält. Die Ermittlungsbehörden (Staatsanwaltschaft und Polizei) sind dann von Amts wegen verpflichtet, dem in der Anzeige geäußerten Verdacht nachzugehen.

In der Regel verhält es sich jedoch bei Straftaten im Darknet meistens so, dass Polizei und Staatsanwaltschaft aufgrund eigener Ermittlungen auf den Besteller aufmerksam werden. Für solche Ermittlungen auf eigene Initiative unterhalten die Polizeibehörden teilweise gesonderte Ermittlungseinheiten.

Folgen von Bestellungen und Handel von Drogen im Darknet

Drogen im Darknet bestellt – Hausdurchsuchung

Besteht der Verdacht, dass eine Person im Darknet Betäubungsmittel bestellt hat, so wird eine Hausdurchsuchung unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich zulässig sein. In der Praxis verhält es sich jedoch so, dass eine Hausdurchsuchung in der Regel nicht erfolgt. Eine Garantie für existiert jedoch nicht. Entscheidend wird vor allem sein, in welcher Menge Drogen bestellt worden sind und wie weit die letzte Bestellung zurückreicht.

Eine Hausdurchsuchung ist nämlich nur dann zulässig, wenn auch tatsächlich die begründete Annahme besteht, dass auch Betäubungsmittel gefunden werden. Ferner wäre eine Hausdurchsuchung bei ganz geringen Mengen unverhältnismäßig und damit rechtswidrig.

Hausdurchsuchgen bei mehreren Drogenbestellungen

Kommen die Ermittlungsbehörden jedoch zu der Erkenntnis, dass in einem noch nicht allzu lang zurückliegenden Zeitraum größere Mengen an Betäubungsmitteln bestellt wurden und daher davon auszugehen ist, dass der Besteller hiermit etwa selbst Handel treiben möchte, so ist eine Hausdurchsuchung als wahrscheinlich anzusehen.

Droht mir wegen des Handels mit Betäubungsmitteln im Darknet eine Hausdurchsuchung?

Wenn gegen sie der Verdacht besteht, dass sie über das Darknet mit Betäubungsmitteln handeln, so ist eine Hausdurchsuchung in der Praxis als wahrscheinlich anzusehen. Sollte es zu einer Hausdurchsuchung kommen, so ist zu prüfen ob der Durchsuchungsbeschluss rechtmäßig ergangen ist und ob aufgefundene Beweismittel in einem späteren Strafverfahren verwertbar sind.

Gibt es bei Bestellung von Betäubungsmitteln im Internet Untersuchungshaft

Bei einem durchschnittlichen nicht vorbestraften Endkonsumenten, dem Internet oder im Darknet Betäubungsmittel in einer Menge erworben hat, die erkennbar nur für seinen eigenen Konsum gedacht ist, wird in der Regel die Anordnung von Untersuchungshaft nicht in Betracht kommen.

Dies wäre auch bereits in Bezug auf eine mögliche Straferwartung unverhältnismäßig. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass diese Aussage den Durchschnittsfall nicht einen möglichen atypischen Sonderfall betrifft.

Ist eine Einstellung des Verfahrens bei Drogenbestellungen im Darknet möglich?

In vielen Fällen lässt sich durch eine fallbezogene Verteidigung eine Strafe jedoch verhindern. Dies kann entweder der Fall sein, weil sich eine Tatbegehung, also die Bestellung im Darknet durch den Beschuldigten, rechtlich nicht in ausreichendem Maße nachweisen lässt, so dass hier eine Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts gemäß § 170 Abs. 2 StPO erfolgen muss. Bei einer solchen Einstellung handelt es sich um eine Art „Freispruch im Ermittlungsverfahren“.

Einstellung des Verfahrens gegen Auflage

Ist auf Grund der vorliegenden Beweislage eine Verurteilung als wahrscheinlich anzusehen, so besteht gerade bei strafrechtlich bislang unauffälligen Beschuldigten die Möglichkeit in Verhandlung mit der Staatsanwaltschaft, oder auch später mit dem Gericht, eine Einstellung gegen Auflage gemäß § 153a StPO zu erwirken. Die Auflage besteht in aller Regel in einer Geldzahlung.

Verfahrenseinstellung bei geringer Menge von Betäubungsmitteln

Schließlich besteht noch die Möglichkeit einer Einstellung nach § 31a BtMG, wenn sich eine geringe Menge an bestellten Betäubungsmitteln nachweisen lässt und diese Erkennbar für den Eigenbedarf bestimmt waren.

Sollte im Extremfall eine außergerichtliche Beendigung des Verfahrens nicht möglich sein, so kann immer noch darauf hingewirkt werden, dass ein Strafbefehl in angemessener Höhe erlassen wird. Dies erspart dem Mandanten dann zumindest eine mündliche Verhandlung und es wird eine Strafe auf schriftlichem Wege festgesetzt.

Mögliche Strafen, die auf Sie zukommen können, wenn Sie beim Drogen bestellen im Darknet erwischt worden sind

Strafen bei Handel mit Btm im Darknet

Wer im Internet oder im Darknet mit Betäubungsmitteln handelt, der wird regelmäßig mit einer Strafe von über 90 Tagessätzen zu rechnen haben, meistens sogar mit einer Freiheitsstrafe mit oder auch ohne Bewährung.

Strafen bei Bestellungen von Drogen im Darknet für den Eigenbedarf

Beim Betäubungsmittelkonsumenten, der für seinen Eigenbedarf im Darknet bestellt hat, ist die Strafhöhe nicht pauschal absehbar. Hier kommt es vor allem auf die Menge der bestellten Drogen an, auf die Anzahl der Bestellungen und auf das Vorhandensein bisheriger Vorstrafen. Auch aus diesem Grunde ist eine frühzeitige Zuhilfenahme eines Anwalts ratsam, um einem Eintrag einer Strafe in das polizeiliche Führungszeugnis von Anfang an bestmöglich entgegen zu wirken.

Strafbefehl bei Verstoß gegen das BtMG im Darknet

Strafbefehl bei Drogenbestellung im Darknet
Beispiel: Strafbefehl bei bestellten Drogen im Darknet

Lässt sich ein Beschuldigter wegen einer angeblichen Darknet-Bestellung nicht anwaltlich vertreten und bestreitet im Darknet Drogen bestellt zu haben, so ist der Ausgang des Verfahrens oft ungewiss. Nicht selten beantragt die Staatsanwaltschaft in der Folge einen Strafbefehl, der dann meist durch einen Richter erlassen wird.

In der Regel wird der Beschuldigte dann durch den Strafbefehl zu einer Geldstrafe verurteilt.

Ob ein Einspruch sinnvoll ist, hängt natürlich immer vom individuellen Sachverhalt ab. Nehmen Sie dafür Kontakt zu mir als Ihrem Darknet Anwalt auf.

Führt eine Darknet-Bestellung von Btm zu einem Eintrag im Führungszeugnis?

Im polizeilichen Führungszeugnis tauchen alle Verurteilungen auf, die ein Strafmaß von 90 Tagessätzen Geldstrafe übersteigen. Hat also eine Straftat im Darknet eine Verurteilung von über 90 Tagessätzen zur Folge, ist auch das polizeiliche Führungszeugnis nicht mehr „sauber“.

Kann die Bestellung von Betäubungsmitteln in Darknet Folgen für Führerschein und Fahrerlaubnis haben?

Bereits der einmalige Konsum harter Drogen kann nach § 3 Abs. 1 Satz 1 StVG dazu führen, dass der Führerschein entzogen wird, wenn die Fahrerlaubnisbehörde zu dem Schluss kommt, dass der Konsument ungeeignet zum Führer von Kraftfahrzeugen ist. Eine solche Ungeeignetheit ergibt sich nach § 11 FeV uin Verbindung mit Anlage 4 FeW bei Drogenkonsum des Fahrerlaubnisinhabers.

Bei Cannabis wird ein gelegentlicher Konsum dann toleriert, sofern der Drogenkonsum und die Teilnahme am Straßenverkehr in sicher getrennter Weise erfolgt. In Fällen ständigen Konsums kann jedoch wieder Gefahr für die Fahrerlaubnis bestehen.

Insofern ist auch in Hinblick auf den Behalt des Führerscheins im Betäubungsmittelstrafverfahren wegen einer Darknet-Bestellung Vorsicht geboten, so dass eine leichtfertige Einlassung hier entsprechende Konsequenzen in Bezug auf die Fahrerlaubnis nach sich ziehen kann.

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Drogen im Darknet bestellt Zuletzt aktualisiert: 09.07.2018 von darknet_anwalt